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유럽 Stammzellforscher Hwang

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작성자 swiss 쪽지보내기 메일보내기 자기소개 아이디로 검색 전체게시물 댓글 1건 조회 3,108회 작성일 05-12-24 03:14

본문

Zu schoen, um wirklich wahr zu sein.

Unlauteres Verhalten ist in der Wissenschaft haeufig. Forscher schoenen Bilder, verschweigen Daten und fungieren unverdienterweise als Autoren.

Von Martina Frei

Noch ist unklar, ob der Stammzellforscher Hwang Woo-suk in einer Science-Publikation nur versehentlich Abbildungen verwechselte oder ob mehr dahintersteckt. Offen ist auch, ob er die Abbildungen von DNA-Untersuchungen veraendert hat. Dabei werden bestimmteBasensequenzen mit Ausschlaegen aufeiner Linie dargestellt.

Mit Softwareprogrammen, beispielsweise Photoshop, ist es einfach, digitale Bilder oder Darstellungen von Eiweiss-Banden zu veraendern. Etwa 20 Prozent der Manuskripte, die das Journal of Cell Biology zur Publikation annimmt, enthalten mindestens eine Abbildung, die unzulaessig veraendert wurde, schaetzte der Leitende Redaktor Mike Rossnerim April im Wissenschaftsmagazin Nature (Bd. 434, S. 952).

Seit 2002 nimmt das Journal of Cell Biology eingereichte Bilder genau unter die Lupe. Ein speziell geschulter Redaktor sucht dort nach Ungereimtheiten. Mehrere weitere Fachzeitschriften pruefen eingereichte Bilder inzwischen ebenfalls mit kriminaltechnischen Methoden.

Beim Vergroessern einer Abbildung in einer 2003 veroeffentlichten Arbeit bemerkten beispielsweise die Redaktoren von Nature Cell Biology, dass mehrere Eiweiss-Banden in einem Bandenmuster seitlich scharf begrenzt waren– ueblicherweise ist der Rand verwaschen.

Im Bemuehen, die Abbildung klarer und leichter verstaendlich zu gestalten, hatte der Autor kurzerhand nachgeholfen. Er war sich keiner Schuld bewusst. Erlaubt war es trotzdem nicht. Zu seinem Glueck konnte der Forscher die Originaldaten nachliefern und sich vom Verdacht der Faelschung reinwaschen. Gemaess dem in den USA zustaendigen Office for Research Integrity (ORI), dem Buero fuer Forschungsintegritaet, haben Bildmanipulationen drastisch zugenommen. Ueber 40 Prozent der Vorwuerfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens, die das ORI von 2003 bis Ende 2004 untersuchte, betrafen Bild- und Computermanipulationen. In der Periode 1989 bis Ende 1990 waren es nur 2,5 Prozent gewesen. Seit einigen Monaten bietet das ORI deshalb auf seiner Website Hilfsmittel an, mit denen zweifelnde Zeitschriftenherausgeber Abbildungen analysieren koennen.

Geschoente Bilder sind indes nicht die einzigen Mittel, zu denen viele Forscher greifen. Eine im Juni von Nature veroeffentlichte Umfrage stellt die Integritaet der Forschung in Frage: Gut 15 Prozent der ueber 3200 Befragten US-Wissenschaftler gaben dort anonym zu, in den vergangenen drei Jahren auf Druck von Geldgebern schon einmal eine Studie oder ihre Ergebnisse veraendert zu haben. 6 Prozent hatten Daten verschwiegen, die im Widerspruch zu eigenen, frueheren Forschungsarbeiten standen. Und 15 Prozent liessen Beobachtungen oder einzelne Daten unter den Tisch fallen, weil sie ihrem Bauchgefuehl nach nicht stimmen konnten.

Jeder Dritte verhaelt sich inkorrekt
Alles in allem hatten 33 Prozent der Wissenschaftler in den drei Jahren vor der Umfrage Dinge getan, die sie Experten zufolge vermutlich in Schwierigkeiten gebracht haetten, waere die Sache aufgeflogen. Bedenklich war auch, dass die aelteren Forscher solches Fehlverhalten deutlich hauufiger an den Tag legten als Kollegen, die am Beginn ihrer Karriere standen. Die gravierendsten Dinge - etwa das Erfinden von Daten - wurden zwar nur selten genannt. Aber wer gibt schon offen zu, eine Studie gefaelscht zu haben?

Kleinere Vergehen - die jedoch nichtsdestotrotz unlauter sind – kaemen auch in der Schweiz haeufig vor. Dass beispielsweise ein Untergebener einen Kommentar schreibe, sein Chef aber als Autor genannt werde, sei gang und gaebe. Davon ist Marion Voelger ueberzeugt. Die Juristin hat sich im Rahmen ihrer Dissertation intensiv mit Wissenschaftsbetrug auseinander gesetzt.

Der problematischste Bereich ist die klinische Forschung in der Medizin, sagt Voelger. Nicht zuletzt auf Grund des finanziellen Drucks fehlt da vielerorts noch die Diskussionskultur. Zudem sind die Hierarchien dort so ausgepraegt wie kaum irgendwo, stellt sie fest. Das Problem ist: Man macht mit, wenn man weiterkommen will. Und danach ist die Gefahr gross, dass man es selbst so macht. Vor allem alteingesessene und renommierte Professoren seien oft wenig sensibilisiert fuer wissenschaftliches Fehlverhalten.

Falsche Autorenschaft
Heute haelt sich nur eine Minderheit an die Regeln, vermutet auch der Augenarzt Daniel Mojon, der sich ebenfalls seit Jahren mit der wissenschaftlichen Lauterkeit befasst. Wenn sich zum Beispiel jemand habilitieren will, geht das oft im Austausch. Einer nimmt den anderen als Autor mit auf seine Publikation. Wer sich an die Regeln haelt, hat das Nachsehen.

In einer Stichprobe von 2200 Studien, die in Fachzeitschriften fuer Augenheilkunde publiziert worden waren, fanden Mojon und seine Kollegen 60 redundante Publikationen. 210 Wissenschaftler kamen auf diesem Weg zu mehr Veroeffentlichungen, als ihnen zugestanden haetten. Verschiedenen anderen Auswertungen zufolge hatte mindestens jeder fuenfte Autor einer medizinischen Studie nichts Wesentliches zu der Arbeit beigetragen und war dort aus Freundschafts- oder Karrieregruenden aufgefuehrt.

Im Fall von unsauberem Arbeiten kann solche Kollegialitaet jedoch zum Nachteil gereichen. Das bekommt nun der US-Stammzellforscher Gerald Schatten zu spueren. Auf der in die Kritik geratenen Publikation von Hwang figurierte er als Senior Autor – obschon er kaum an der Forschung beteiligt war.

Quelle;
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/vermischtes/574899.html
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